keltische Viereckschanze

Viereckschanze

[...] Etwas abgelegen, versteckt und zum Teil unscheinbar befindet sich in einem Waldstück zwischen Pavelsbach - Dippenricht und Berngau, [...,] seit ca. 2000 Jahren die benannte spätkeltische Viereckschanze. Sie ist quadratisch angelegt, von einem zwei Meter hohen Erdwall mit umlaufendem äußeren Graben umgeben. Die Seitenlänge des Quadrats beträgt ca. 115 Meter. [...]

ViereckschanzeDer Zugang  zu einer Viereckschanze konnte nur von Osten her möglich sein, was auf einen keltischen Sonnenkult schliessen lässt. Überwiegend fanden die Viereckschanzen als militärische Befestigungen, für Viehpferchen und als Schutz für Gutshöfe Verwendung. Die Viereckschanze als militärische Befestigungen, für Viehpferchen und als Schutz für Gutshöfe Verwendung. Die Viereckschanze der Gemeinde Postbauer-Heng diente, wie sich neuerdings herausstellte, nur als religiöse Kult- und Opferstätte der Kelten. Es ist sicher, dass die Wälle mit einem Holzpalisadenzaun umgeben und der Graben mit Wasser gefüllt war. Die Kelten glaubten, dass aus dem Wasser alles Leben kommt. Das Element Wasser war den Kelten besonders bei Viereckschanzen als Kultstätte  wichtig.

Wenn in der beschriebenen Schanze weitere Untersuchungen vorgenommen werden könnten, wäre sicher zu  erkennen, dass diese Schanze mit rd. 9800 qm Fläche mit zu den größten keltischen Kultstätten gehört. In diesem Zusammenhang noch ein paar allgemeinde Hinweise zu dem Volk der Kelten, die Entstehung und Entwicklung der Viereckschanze verständlicher werden lassen.Viereckschanze innen

Eine starke Beziehung entwickelten die Kelten auch zu Bäumen, besonders zu Eichen, weil es sie sehr beeindruckte, wenn Blitze einschlugen, den Bäumen aber kaum Schaden zufügen konnten. So stellten sie gedankliche eine Verbindung zwischen Himmel und Erde her. Gern wurden die Eichen in die Nähe von Kultstätten und Siedlungen gepflanzt. Noch heute findet man viele dieser Bäume in der Umgebung von Viereckschanzen. Da die Kelten ganze Baumstämme in den Opferschächten aufrichteten und diese in ihre Opferhandlungen mit einbezogen, spricht man auch von einem Baumkult. Vielleicht hängt der Brauch des Maibaumaufstellens damit zusammen, zumal der 1. Mai ein wichtiger keltischer Feiertag war.

Text zusammengestellt von Ferdinand List, Heimatpfleger von Postbauer-Heng - http://postbauer-heng.de/nathus/13313/
Bilder mit freundlicher Genehmigung von Hr. Gröschler: http://www.kraftvolle-orte.de/
  

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